Orientiere dich an Flüssen und Tälern: Folge auf der Karte dem Wasserlauf und entscheide dich für die Seite, die näher am Ufer bleibt. Wenn unsicher, wechsle bei Zwischenhalten den Platz, teste Perspektiven und beobachte, wo Licht bricht. In Triebwagen lohnt sich die erste Reihe für Panorama, im Doppeldecker das Oberdeck. Deine Neugier ist der Kompass, und ein kurzer Umzug kann Ausblicke magisch öffnen.
Lehne die Handkante leicht ans Fenster, bilde mit Jacke oder Schal eine kleine Streulichtblende und halte die Linse nah an die Scheibe. Wische vorher behutsam die Fläche, wähle schräge Winkel gegen Reflexe und vermeide helle Innenlichter. Serienaufnahmen helfen, Bewegungsunschärfe zu überlisten. Wer analog liebt, findet in offenen Plattformen mancher Museumszüge zugige, aber großartige Fotospots mit Atemwolken und echtem Schienenlied im Ohr.
Buche, wenn möglich, einen ruhigen Wagen, nimm Ohrstöpsel mit und lasse das Handy in den Flugmodus, wenn die Landschaft dich rühren soll. Eine Thermosflasche, ein Apfel und ein kleines Notizbuch machen aus Minuten kostbare Pausen. Leichte Schichten halten warm, ohne zu beschweren. Wenn der Blick weit wird, schreibe zwei Sätze, atme tief, und spüre, wie der Alltag im Takt der Gleise zurücktritt.